Über uns
Unsere Bootsproduktion befindet sich in der Stadt Parainen, Finnland. Unser Büro und die Konstruktion befinden sich in Helsinki. Inhaber des Unternehmens sind Investoren aus Schweden und aus Finnland.
Arctic Boats
Arctic Boats ist ein Handelsname von Arctic Boats Oy. Im Jahr 2007 begann Arctic mit der Fertigung von Propellerbooten aus Aluminium und Polyethylen. Als wir feststellten, dass die Propellerboote aus Polyethylen stark genug waren, um auf Eis, gebrochenem Eis, Schnee und Wasser zu fahren, wollten wir aus demselben widerstandsfähigen Material auch Boote herstellen.
SAR, Küstenwache und Militär
Bislang haben wir Such- und Rettungsboote nach Finnland, Deutschland, Schweden und Griechenland geliefert. Darüber hinaus haben wir Patrouillenboote für Estland hergestellt.
Firmengeschichte
Finnland liegt auf demselben Breitengrad wie Alaska und hat im Winter arktisches Klima. Allerdings sind die finnischen Sommer so warm wie in Mitteleuropa, so dass der Temperaturunterschied zwischen Sommer und Winter groß ist. Obwohl die Finnen an zugefrorene Seen und Meere gewöhnt sein sollten, ertrinken jedes Jahr über hundert Menschen, weil sie über dünnes Eis gehen. Dies ist vor allem ein Problem bei Sportfischern und Leuten, die mit ihren Schneemobilen auf schwachem Eis fahren.
Die ersten Airboats
Propellerboote, „Hydrokopter“ bzw. „Airboats“, wie sie hier genannt werden, werden in den nordischen Ländern seit ihrer Erfindung (in Kanada in den 1930er Jahren) eingesetzt. Viele Menschen, die auf den Inseln vor der finnischen und schwedischen Küste leben, sind auf ein Transportmittel angewiesen, mit dem sie sowohl dünnes Eis als auch offene Gewässer überqueren können. Luftkissenboote haben anfällige Schürzen, die durch Eis zerrissen werden können. Aus diesem Grund sind Airboats/Propellerboote in den nordischen Ländern weit verbreitet.
Airboats in Europa
Trotz der großen Beliebtheit von Airboats/Propellerbooten, werden sie in der Region bisher kaum hergestellt. Im Jahr 2005 begann Henrik Paersch mit der Entwicklung eines Hydrokopters nach dem Vorbild amerikanischer Propellerboote. Diese Art von Propellerboot war jedoch keine gute Lösung für die arktischen Bedingungen, da der flache Boden jede kleine Unebenheit auf dem Eis auffing, auf die Strukturen und Passagiere übertrug und diese somit stark belastete. Daher konstruierte er in Zusammenarbeit mit einigen Ingenieurstudenten stattdessen ein „Airboat“ mit luftgefederten Pontons.
Später stellte sich heraus, dass hochmolekulares Polyethylen (HMWPE Polymer) aufgrund seiner Flexibilität ein besser geeignetes Material als Aluminium ist. Seitdem haben alle Airboat-Modelle einen PE-Rumpf, der sowohl flexibel als auch widerstandsfähig ist und trotzdem eine sehr geringe Reibung auf Eis und Schnee aufweist.
Festrumpf-Boote (Rigid-Buoyancy-Boats)
Aus den Entwicklungserfahrungen mit Propellerbooten aus Polyethylen entstand die Idee, auch Festrumpfboote (RBBs) auf diese Art zu bauen. Die Annahme, dass wenn das Material den enormen G-Kräften des Eises standhalten kann, es auch dem Wellenschlag bei Seegang standhalten können wird, hat sich bestätigt. Es stellte sich heraus, dass HMWPE ein fantastisches Material für den Bootsbau ist. Die Boote können buchstäblich auf Felsen aufschlagen, ohne Schaden zu nehmen, sie sind umweltfreundlich, recycelbar und leicht zu reparieren.
Der Bau von Booten aus HMWPE eröffnete neue Möglichkeiten, die über die Verwendung von Hydrokopter hinausgingen. Dieselben Materialeigenschaften, die das HMWPE ideal für den Einsatz unter extremen Eisbedingungen machten – Flexibilität, Langlebigkeit und eine außergewöhnlich hohe Schlagfestigkeit – erwiesen sich auch für konventionelle Boote in anspruchsvollen Einsatzumgebungen als äußerst wertvoll.
Die Entstehung der Panther-Serie
Aus diesen Erfahrungen heraus wurde 2014 die Panther-Serie entwickelt. Auf den ersten Blick ähneln diese Boote traditionellen RIBs, doch ihre Konstruktion unterscheidet sich grundlegend von diesen. Anstelle von aufblasbaren Schläuchen verfügen die Panther-Boote über starre Polyethylen-Pontons, die in die Rumpfstruktur integriert sind.
Die Panther-Boote (zwei Modelle mit 16 und 22 Fuß Länge) wurden von Beginn an für den professionellen Einsatz konzipiert. Sie dienen als Rettungsboote, Arbeitsboote und Begleitboote für größere Schiffe. Ihre robuste Bauweise, die große Reichweite und der geringe Wartungsaufwand machten sie besonders geeignet für anspruchsvolle maritime Einsätze in nördlichen Gewässern.
Mit fortschreitender Entwicklung wurden diese Entwürfe weiter verfeinert, um die Effizienz, Tragfähigkeit und operative Vielseitigkeit zu verbessern. Die Panther-Serie bildete den Ausgangspunkt für die weitere Entwicklung von Einsatzbooten aus Polyethylen und mündete schließlich in die Standardmodelle, die Arctic Boats heute herstellt, wie beispielsweise das Modell A23.
PE500 – Hochmolekulares Polyethylen
Im Vergleich zu Aluminium weist HMWPE eine höhere Beständigkeit gegenüber chemischen Substanzen auf und ist damit langlebiger. Das Material bietet in vielen weiteren Bereichen eine hervorragende Haltbarkeit – zum Beispiel beim Auffahren auf den Strand. Unsere HMWPE-Boote werden aus wassergeschnittenen Platten mit doppelter Naht verschweißt, was den Rumpf äußerst widerstandsfähig macht. Das Material ist zu 100 % recycelbar und beim Schweißprozess entstehen keine schädlichen Gasemissionen. Das Material ist zu 100% wiederverwertbar, und während des Schweißprozesses entstehen keine schädlichen Gasemissionen.
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